Ausflug 1981
Läbig, gmögig.....
Gemütliches Winterthur
Am Sonntagvormittag herrscht in den Gassen unserer Altstadt Ruhe. Man hört den Flügelschlag der Tauben, das emsige Plätschern der Brunnen und staunt: Wo wird denn da so gelacht? Vor der „Krone“, wie man leicht feststellen kann. Dort gruppiert sich vor einem grossen, grünen Bus eine altväterliche Gesellschaft für den Fotografen. Die Herren tragen Fräcke und Zylinder oder Melonen, die Damen haben blumengeschmückte Wagenräder auf dem Kopf, wie das vor dem Ersten Weltkrieg Mode war. 1918 hat übrigens der Bus mit der offenen Plattform das Licht der Welt erblickt. Er ist mit Place Pigalle und Gare Montparnasse angeschrieben und stammt somit aus Paris. Der fröhlichen Gesellschaft wurde er für ihren „Familienausflug“ von einer auswärtigen Firma gratis zur Verfügung gestellt.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um die prominente Winterthurer Guggenmusik Eulalia. Sie lies sich im Oldtimer nach Rümikon führen, spielte dort in der „Blume“ begab sich nachher friedlich in den Wald, um Würste zu braten und es gemütlich zu haben und machte sich erst wieder am Sonntagabend bemerkbar, dann aber gründlich, im „Walfisch“.